Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

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So. 15.04.18
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte.…
Wochenspruch
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte.

Johannes 10,11.27.28

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Di. 20.03.18
Kennen Sie den?
Gunda Handrich
Kennen Sie den?

Wann haben Sie das letzte Mal so richtig von Herzen gelacht? Lachen ist gesund. Beim Lachen werden 80 Muskeln im gesamten Körper bewegt. Lachen hebt die Stimmung. Lachen kann man am besten mit anderen zusammen. Vor einigen Wochen haben wir in einem Seniorenkreis miteinander ein Lachseminar erlebt. Wir wurden angeleitet, ganz bewusst zu lachen. Zuerst fiel mir das schwer, aber als ich mich darauf eingelassen hatte und alle anderen auch lachen sah, war das Eis gebrochen. Ich bin selten so entspannt und gut gelaunt nach Hause gefahren.

Lachen nimmt auch Machtstrukturen nicht ernst – das wird uns besonders im Karneval vor Augen geführt. In einer Büttenrede nehmen wir die auf die Schippe, die das Sagen haben, die Macht ausüben können. Im Lachen kehren wir also die Verhältnisse um.

Vielleicht wurde aus all diesen Gründen das Osterlachen erfunden. Am Ostersonntag erzählte der Pfarrer einen Witz, und alle durften lachen, was sonst ja eher unüblich war im Gottesdienst.

Die Botschaft von Ostern lautet: Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium (2. Tim 1,10). Ostern feiern wir, dass Gott es gut mit uns meint, nicht nur hier und jetzt, sondern in alle Ewigkeit. Nicht der Tod hat das letzte Wort, sondern das Leben!

Kennen Sie den? Dem alten Rabbi ist das Herz schwer. Seit Tagen trauert er nur und wird immer grauer im Gesicht. Und so begibt er sich zur Klagemauer und erzählt dem allmächtigen Gott, welches Leid ihm widerfahren ist: „Mein einziger Sohn ist Christ geworden.“ „O ja“, sagt Gott, „ich kann dich gut verstehen, das ist mir auch passiert.“ Auf so viel Verständnis, ja Mitleiden im gleichen schweren Schicksal war der Rabbi gar nicht vorbereitet. So fragt er einigermaßen erstaunt zurück, was Gott denn dann getan hätte. Und auch hier wird er nicht allein gelassen, sondern bekommt eine Antwort. So spricht Gott zu ihm: „Ein neues Testament geschrieben“...

Und den?:

Lehrer: Was werden sich wohl die Hochzeitsgäste bei der Hochzeit zu Kanaan gedacht haben, als Jesus das Wasser in Wein verwandelt hat? Schüler: "Den laden wir auch mal ein!

Frohe, gesegnete Ostern!

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Gunda Handrich

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So. 18.03.18
Wochenspruch aus dem Markusevangelium (Mk 10…
Wochenspruch in zwei…
Wochenspruch aus dem Markusevangelium (Mk 10,45)

Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.(Luther 2017)

Denn der Mensch ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und das eigene Leben als Lösegeld für alle zu geben. (Bibel in gerechter Sprache, 4.Auflage)

Do. 01.03.18
CARE üben – Ur-Verbundenheit stärken
KDA (Kirchlicher Die…
CARE üben – Ur-Verbundenheit stärken

CARE üben – Ur-Verbundenheit stärken

Wechselseitige Sorge
In der Care-Ethik wird das Netzwerk von Beziehungen
besonders betont. Tätigkeiten wie für jemanden sorgen, erziehen,
pflegen und die innere Haltung von sich zuwenden,
mitfühlen und Verantwortung für andere übernehmen sind
unentbehrliche Güter für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Es ist unstrittig, dass menschliche Gemeinschaften
ohne CARE (wechselseitige Sorge) nicht funktionieren. Das
Ur-Band der Verbundenheit miteinander erfordert diese
Sorge umeinander, damit es nicht zerreißt.

Staatliche Fakten
In Deutschland haben zwei Drittel der über 2,9 Millionen
Pflegebedürftigen das große Glück, von einem nahen Angehörigen
zu Hause in gewohnter Umgebung versorgt zu
werden. Pflegende Frauen und (einige) Männer steigen aus
dem Beruf aus oder verkürzen ihre Arbeitszeit und sind eine
unverzichtbare Stütze unserer Gesellschaft, unseres Staats.
Genau einen Rentenpunkt bekommen Arbeitnehmer*innen,
wenn sie ein Jahr zum durchschnittlichen Bruttogehalt sozialversicherungspflichtig
beschäftigt sind. Pflegen sie stattdessen
einen Angehörigen, müssen sie sich in der Regel mit
einem Bruchteil davon zufriedengeben. Sind die pflegenden
Frauen und Männer bereits selbst in Rente, bekommen sie gar
nichts dafür, dass sie ihr persönliches Leben für den Erhalt der
Ur-Verbundenheit und damit für den Zusammenhalt unserer
Gesellschaft reduzieren, in Extremfällen gar aufgeben, auf
jeden Fall auf vieles verzichten.

Ungerechtigkeit
Meist sind es Frauen, die sich um die Pflegebedürftigen
kümmern: Viele hunderttausend Ehefrauen, Töchter, Schwiegertöchter
und Enkelinnen jeglicher Altersgruppen. Die
Zuweisung der Care-Tätigkeiten an Frauen als ihre scheinbar
natürliche Aufgabe hat sich historisch bedingt offenbar bis
heute gehalten. Das ist eine Abwertung und verstärkt die
Ungerechtigkeit. Unser Staat will zwar nicht auf die Unterstützung
der Pflegenden verzichten, erkennt diese aber viel
zu wenig an. Zu oft rutschen gerade diese Frauen durch
langjährige Pflege – ob für Kinder oder später die Eltern – in
die Altersarmut. Sie haben sich ihrer Möglichkeit, genügend
Rentenpunkte fürs eigene Auskommen zu sammeln, jahrelang
beschnitten und werden im Nachhinein von unserem
Staat dafür allein gelassen. Die geringe Wertschätzung der
Pflege zeigt sich zugleich in der niedrigen Bezahlung der
– ebenfalls überwiegend – Frauen in den Pflegeberufen.
Auch sie müssen fürchten, trotz ihrer Berufstätigkeit später
mit ihrer Rente nicht auskommen zu können. Wo ist da
Verbundenheit?

CARE üben
Im 2. Timotheus 1,7 lese ich:
Der Geist, den Gott uns gegeben hat, macht uns nicht zaghaft,
sondern erfüllt uns mit Kraft und Besonnenheit.
Wir befinden uns gerade mitten in der Fastenzeit. Wir üben,
frei zu sein von Bedürfnissen, die uns nicht gut tun. Gleichzeitig
schafft mir das Raum, mich von dem Geist der Kraft
und Besonnenheit erfüllen zu lassen und dies zu nutzen, um
mich anderen zuzuwenden, mitzufühlen und verantwortlich
zu sein. CARE zu üben und Ur-Verbundenheit zu stärken also.
Wie wenig dies in der Gesellschaft anerkannt ist, zeigt der
unglaublich bittere Beitrag von Monja Eszehah auf Twitter:
„Notaufnahme: Der alte Mann kam zum Sterben.
Ich setzte mich dazu. Meine Kollegin: Was machst Du denn
da? Ich: Sterben! Sie: Weißt Du, wie unkollegial das ist?
Komm raus und ARBEITE!“
Wie sollen da 8.000 zusätzliche Stellen in der Pflege ausreichen?
Auch hier gilt es CARE zu üben.

 

 
WORTMELDUNG März 2018
Andrea Plotzki (Fachbereichsassistentin im Fachbereich Kirche. Wirtschaft. Arbeitswelt im Haus kirchlicher Dienste)

 

Veröffentlicht durch:

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

 

 

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KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt)

Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
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(0511) 1241-449
Do. 01.02.18
Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem…
Monatsspruch
Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde

Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.
Dtn 30,14 

 

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So. 07.01.18
Wochenspruch aus dem ersten Brief des…
Wochenspruch in zwei…
Wochenspruch aus dem ersten Brief des Johannes (1Joh 2,8b)

Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon. (Luther 2017)

Denn die Dunkelheit vergeht und das wahre Licht scheint schon. (Bibel in gerechter Sprache, 4.Auflage)

Mo. 01.01.18
Wochenspruch aus dem Buch der Psalmen (Ps…
Wochenspruch in zwei…
Wochenspruch aus dem Buch der Psalmen (Ps 103,8)

Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. (Luther 2017)

Mitfühlend, voll Zuneigung ist die Eine, langsam zum Zorn und reich an Freundlichkeit. (Bibel in gerechter Sprache, 4.Auflage)

Fr. 24.11.17
Hesekiel 37,27
Monatsspruch
Hesekiel 37,27

Und Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.

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Mi. 01.11.17
Gott spricht: Ich will unter ihnen
Monatsspruch
Gott spricht: Ich will unter ihnen

Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Ez 37,27

 

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So. 01.10.17
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes…
Monatsspruch
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. Lk 15,10

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. Lk 15,10 

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So. 13.08.17
Bauanleitung gesucht
Alexa Wilke
Bauanleitung gesucht

Eine Strandmuschel, zum Beispiel, ist ja auch nicht immer so hilfreich, wie man es sich wünschen würde. Beim Stangenmodell bringt man sich und das Augenlicht der Mitreisenden schon beim Aufstellen in Gefahr. Wohingegen das sich selbst aufbauende Modell „pop-up“ sich beim abendlichen Rückzug vom Strand gern geheimnisvoll gibt und nur mit einigem Widerstand wieder „down“ gefloppt werden kann.

Der Grund liegt auf der Hand. Strand und Sand sind für Traumschlösser und Kleckerburgen. Bei Ankunft von Flut, Wind oder dem nächsten spielenden Kind fallen sie in sich zusammen. So entsteht immer wieder Platz für Neues: Staudämme oder Seerobben aus Sand etwa. Das ist die besondere Freiheit am Meer. Nichts bleibt hier draußen lange wie es ist.

Und doch: Die viele Freiheit und der aufgewirbelte Sand werden manchem auf Dauer zu mühsam. Hier und da erwacht die Sehnsucht nach Behausung. Wohin dann? Doch die Strandmuschel? Der Freigeist wütet: „Du wirst doch nicht ernsthaft versuchen, sogar Meer und Strand zur windstillen Komfortzone zu machen! Der Sand zwischen deinen Zähnen – das ist der Preis der Weite!“ Und der Architekt sagt: „Bau nicht auf Sand!“ (Matthäus 7,24-27).

„Aber wohin denn dann am Abend?“, frage ich zerknirscht. Bauen, ohne Wind und Weite zu verraten. Heimisch werden, ohne die Freiheit zu verlieren. Das wär’s. „Bau auf das, was ich Dir sage“, mischt sich der ins Gespräch, den keiner am Strand erwartet hätte. Er selbst, Jesus von Nazareth, war ständig unterwegs und hatte keinen sicheren Platz. Nicht mal in der Nacht. Er lebte die Freiheit und herrscht über Wind und Wellen. Sein Vater im Himmel hält ihn und er hält auch mich am Strand des Lebens, mit und ohne Strandmuschel.

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Alexa Wilke

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
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Dr. Alexa
Wilke
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Am Kirchhof 9
27356
Rotenburg //Postadresse: Westerwalseder Str. 7, 27386 Kirchwalsede
Tel.: 
(04261) 3061644
Mo. 07.08.17
Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum…
Monatsspruch
Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein. Apg 26,22

Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein. Apg 26,22 

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Sa. 01.07.17
Monatsspruch Juli
Monatsspruch
Monatsspruch Juli

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.

Phil 1,9

BILDER
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Mo. 03.07.17
Schön gehört?
Harm Cordes
Schön gehört?

Haben Sie schon gehört? Von dem Kollegen, der sich von seiner Frau trennen will? Er soll eine neue Partnerin haben. Ist vielleicht auch besser so. Er war eh immer unterwegs. Und seine Frau, naja …

Haben Sie noch nicht gehört? Dann vielleicht die Sache mit dem Geschäft in der Hauptstraße, das bald zumacht. Da war ja sowieso nie was los. Kein Wunder, bei der Auswahl. Und überhaupt – diese Mitarbeiter …

Wussten Sie auch nicht? Doch von der Familie, drei Straßen weiter, die in dem komischen Haus, von denen haben Sie gehört, oder? Ein Kind soll vor Gericht stehen; irgendwas mit Diebstahl; naja, er wäre ja, wie man hört, nicht das erste Mal …

Haben Sie alles noch nicht gehört: von dem Kollegen, dem maroden Geschäft, den schwierigen Kindern? Dann sind Sie zu beneiden. Man kommt ja kaum durch den Tag, ohne massenweise Gerüchte und Halbwahrheiten aufzuschnappen – und leider (!) weiterzutragen. Was wäre die Frühstückspause ohne morgendlichen Tratsch, das Bier nach dem Sport ohne Schwank aus der Straße, die Kartenrunde ohne das Neuste aus der Stadt?

Ich weiß, wovon ich rede. Auch ich kann meine Gedanken, meine Zunge nicht immer im Zaum halten. Im Nachhinein ärgere ich mich. Ich weiß, wie verletzend Gerede ist. Ich ahne, wieviel Vertrauen durch Gerede zerstört wird. Wie leer muss mein Leben sein, wenn die Sorgen anderer Leute mich aufmuntern?

Manchmal fällt mir in solchen Momenten Luthers Erklärung zum achten Gebot ein. Er schlägt vor, den Mitmenschen nicht zu verleumden oder ins schlechte Licht zu rücken. Stattdessen könnte ich, so Luther, „ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren …“

Das meint natürlich nicht, dass ich Schlechtes schön reden, Falsches mit dem Mantel des Schweigens umhüllen soll. Aber doch, dass ich sorgsam mit Worten über meinen Mitmenschen umgehen sollte. Nicht jedes Gerücht weitertragen. Einfach mal aufstehen, wenn es zu hässlich wird. Mich aus der WhatsApp-Gruppe abmelden, die mehr und mehr zur Läster-Gruppe verkommt.

Oder den anderen in Schutz nehmen. Für ihn einstehen. Ihn entschuldigen. Ihm den Rücken stärken. Ihm wird das guttun. Und unserer Gemeinschaft allemal. Haben Sie das schon gehört?

 

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Harm Cordes

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Gemeindebrief
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Harm
Cordes
Pastor, Vorsitzender des Kirchenvorstands
Bruchstraße 3
29640
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Mo. 03.07.17
Immer reicher an Erkenntnis und Erfahrung
Dr. Matthias Wilke
Immer reicher an Erkenntnis und Erfahrung

500 Antworten von Pädagogen wurden in einer Studie der Universität Oldenburg gesichtet mit dem Ergebnis, dass die Trennung von Name und Person keine leichte Sache ist. Das ist meistens kein Problem. Zum Beispiel beim Vornamen Astrid, der sich von den altnordischen Begriffen „ass/oss“ (Göttergeschlecht) und „frior“(Schönheit) ableitet. Somit kann man zum Vornamen Astrid die Bedeutung „göttlich Schöne“ assoziieren. Das ist gut so. Dass allerdings ein Vorname mit einer Voreinstellung gehört werden kann, könnte da, wo Kinder und Jugendliche neu in Gruppen oder Schulklassen zusammenkommen, auch schwierig sein. Es ist gut, wenn wir einander ohne Bedingungen vorurteilsfrei begegnen. Denn alle tragen die gleiche Würde in sich und müssen die gleichen Chancen haben.

Trotz aller Bemühungen jedoch von Eltern, Freunden und Lehrern im wertschätzenden und vorurteilsfreien Umgang mit Namen ist ungefähr jeder zehnte Deutsche mit seinem Vornamen unzufrieden. Manche leiden geradezu unter ihrem Namen. Das ist kein einfaches Thema. Manche versuchen, ihren Namen zu ändern. Schwerwiegende, sehr ernst zu nehmende Gründe werden vorgetragen und sind auch Voraussetzung für eine eventuelle Änderung. Andere finden im Laufe des Lebens ein positives Verhältnis zu ihrem Namen und prägen ihm ihr eigenes Bild auf: Durch die Art, wie sie ihren Namen repräsentieren, bestimmen sie die Bedeutung ihres Namens mit, und es wird ihr Name.

„Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung“, heißt es im Monatsspruch für den Monat Juli (Philipper 1,9). Ein gutes Motto. Auch für den Umgang mit Namen.

 

 

 

 

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Dr. Matthias Wilke

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Matthias
Wilke
stellv. Superintendent
Goethestraße 20
27356
Rotenburg
Tel.: 
(04261) 630 39 10
Fax: 
(04261) 630 39 19
So. 07.05.17
Monatsspruch für den Mai
Frank Heyden
Monatsspruch für den Mai

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.

Kolosser 4,6

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Frank Heyden

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Zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstandes, Vorsitz des Bauausschusses, des Öffentlichkeitsausschusses
Friedenstrasse 3
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0176 81694101
Sa. 01.04.17
Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Monatsspruch
Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Lk 24,5-6

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Mi. 01.03.17
Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen…
Monatsspruch
Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten

Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR. Lev 19,32

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Mi. 01.02.17
Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage
KDA (Kirchlicher Die…
Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage

Eine Geschichte: Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage

1999 ging die Evangelische Kirche in Deutschland mit diesem Slogan an die Öffentlichkeit. Sie schaltete Video-Clips in Kinos, verteilte tausende Aufkleber und hängte vielerorts Plakate auf. Die Kampagne war ein großer Erfolg. Denn sie erzählt in sieben (!) Worten eine Geschichte: Die Arbeit hat ein Ende, selbst Gottes Arbeit. Menschen brauchen gemeinsame Freiräume zum Entspannen, zum Spielen, zum Träumen. Ruhe – buchstäblich gedacht – unterbricht den Lärm, das Geschrei und das Getöse des Alltags. Es gibt ein Genug an Arbeit und Tätigkeit, Wachstum und Entwicklung, weil genug für alle da ist.

 

Die Gegengeschichte: Ein flexibler Sonntag tut allen gut

Derzeit wird im Landtag in Niedersachsen um ein
neues Ladenöffnungsgesetz gerungen, weil das
Verfassungsgericht die alte Regelung gekippt hat.
Vordergründig wird hier auf gesetzlicher Ebene
der Kampf im Einzelhandel um Marktanteile ausgetragen.
Shopping-Malls gegen Online-Handel,
Innenstädte gegen Randlagen, Kleinstädte gegen
Großstädte. Ein Mehr an Profit? Schwerlich. Der
Kuchen, der zu verteilen ist, bleibt ja gleich groß.
Hintergründig erzählt das Streben nach mehr verkaufsoffenen
Sonntagen auch eine Geschichte:
Shoppen ist Freizeit, Kaufen macht glücklich und
Konsum entspannt. Es reicht doch, wenn jede und
jeder seine ganz individuellen Freiräume hat. Flexibilität
ist das, was doch alle wollen und was allen
gut tut. Regelungen behindern die individuelle
Freiheit.
 

Die Geschichte vom Wandel: Es kann nicht einfach immer so weitergehen
Bei vielen Besuchen und Gesprächen in Betrieben
stelle ich ein Unbehagen fest. Immer mehr Menschen
spüren: Unser heutiges Arbeiten und Wirtschaften
steht vor einem umfassenden Wandel. Allein im
Blick auf Klimawandel und Ressourcenverbrauch
kann es nicht einfach immer so weitergehen mit dem
„Wirtschaftswachstumswahnsinn“, um ein Wort von
Frithjof Bergmann aufzugreifen. Immer mehr Menschen
erkennen: In der heutigen Logik immer mehr
Teile unseres Lebens zu ökonomisieren steckt eine
Gefahr, die uns zu vergiften droht, weil die gemeinsamen
Räume jenseits aller Flexibilitätsbestrebungen
verloren gehen. Immer mehr Menschen ahnen: Ohne
Sonntag gibt es nur noch Werktage – und jeder noch
so kleine Schritt in diese Richtung ist eine Schreckensgeschichte.
 

Die Hoffnungsgeschichte: Der siebte Tag unterbricht heilsam alles Tätigsein
Christliche Kirchen, Judentum und Islam erzählen
übereinstimmend die Geschichte von einem siebten
Tag. Einem Tag, der den Rhythmus des Tätigseins
unterbricht, weil Leben mehr ist als Arbeiten. Und
auch mehr als sich an diesem Tag nur wieder für die
Arbeit zu erholen. Diese Geschichte ist heilsam und
stimmt hoffnungsvoll. Sie führt uns heraus aus der
ewigen Entwicklungslogik des immer mehr, immer
besser, immer perfekter, immer effizienter. Sie öffnet
Räume. Ungeahnte, ungekannte, unvorhergesehene,
unvorhersehbare, unverplante Räume. Verspielte Räume,
die uns gut tun. Das ist die Hoffnung des siebten
Tages. Es lohnt sich dafür zu streiten.

 

 

WORTMELDUNG Februar 2017 „Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage“
Autor: Dr. Matthias Jung
Landessozialpfarrer & Leiter des Fachbereichs Kirche, Wirtschaft, Arbeitswelt
jung@kirchliche-dienste.de
V.i.S.d.P.: Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Archivstraße 3, 30169 Hannover
Fon: 0511 1241-449
 

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Mi. 01.02.17
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als…
Monatsspruch
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Lk 10,5

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Lk 10,5

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