Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

Seiten

Datum
Titel
Name
Mi. 01.03.17
Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen…
Monatsspruch
Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten

Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR. Lev 19,32

KONTAKT
Mi. 01.02.17
Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage
KDA (Kirchlicher Die…
Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage

Eine Geschichte: Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage

1999 ging die Evangelische Kirche in Deutschland mit diesem Slogan an die Öffentlichkeit. Sie schaltete Video-Clips in Kinos, verteilte tausende Aufkleber und hängte vielerorts Plakate auf. Die Kampagne war ein großer Erfolg. Denn sie erzählt in sieben (!) Worten eine Geschichte: Die Arbeit hat ein Ende, selbst Gottes Arbeit. Menschen brauchen gemeinsame Freiräume zum Entspannen, zum Spielen, zum Träumen. Ruhe – buchstäblich gedacht – unterbricht den Lärm, das Geschrei und das Getöse des Alltags. Es gibt ein Genug an Arbeit und Tätigkeit, Wachstum und Entwicklung, weil genug für alle da ist.

 

Die Gegengeschichte: Ein flexibler Sonntag tut allen gut

Derzeit wird im Landtag in Niedersachsen um ein
neues Ladenöffnungsgesetz gerungen, weil das
Verfassungsgericht die alte Regelung gekippt hat.
Vordergründig wird hier auf gesetzlicher Ebene
der Kampf im Einzelhandel um Marktanteile ausgetragen.
Shopping-Malls gegen Online-Handel,
Innenstädte gegen Randlagen, Kleinstädte gegen
Großstädte. Ein Mehr an Profit? Schwerlich. Der
Kuchen, der zu verteilen ist, bleibt ja gleich groß.
Hintergründig erzählt das Streben nach mehr verkaufsoffenen
Sonntagen auch eine Geschichte:
Shoppen ist Freizeit, Kaufen macht glücklich und
Konsum entspannt. Es reicht doch, wenn jede und
jeder seine ganz individuellen Freiräume hat. Flexibilität
ist das, was doch alle wollen und was allen
gut tut. Regelungen behindern die individuelle
Freiheit.
 

Die Geschichte vom Wandel: Es kann nicht einfach immer so weitergehen
Bei vielen Besuchen und Gesprächen in Betrieben
stelle ich ein Unbehagen fest. Immer mehr Menschen
spüren: Unser heutiges Arbeiten und Wirtschaften
steht vor einem umfassenden Wandel. Allein im
Blick auf Klimawandel und Ressourcenverbrauch
kann es nicht einfach immer so weitergehen mit dem
„Wirtschaftswachstumswahnsinn“, um ein Wort von
Frithjof Bergmann aufzugreifen. Immer mehr Menschen
erkennen: In der heutigen Logik immer mehr
Teile unseres Lebens zu ökonomisieren steckt eine
Gefahr, die uns zu vergiften droht, weil die gemeinsamen
Räume jenseits aller Flexibilitätsbestrebungen
verloren gehen. Immer mehr Menschen ahnen: Ohne
Sonntag gibt es nur noch Werktage – und jeder noch
so kleine Schritt in diese Richtung ist eine Schreckensgeschichte.
 

Die Hoffnungsgeschichte: Der siebte Tag unterbricht heilsam alles Tätigsein
Christliche Kirchen, Judentum und Islam erzählen
übereinstimmend die Geschichte von einem siebten
Tag. Einem Tag, der den Rhythmus des Tätigseins
unterbricht, weil Leben mehr ist als Arbeiten. Und
auch mehr als sich an diesem Tag nur wieder für die
Arbeit zu erholen. Diese Geschichte ist heilsam und
stimmt hoffnungsvoll. Sie führt uns heraus aus der
ewigen Entwicklungslogik des immer mehr, immer
besser, immer perfekter, immer effizienter. Sie öffnet
Räume. Ungeahnte, ungekannte, unvorhergesehene,
unvorhersehbare, unverplante Räume. Verspielte Räume,
die uns gut tun. Das ist die Hoffnung des siebten
Tages. Es lohnt sich dafür zu streiten.

 

 

WORTMELDUNG Februar 2017 „Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage“
Autor: Dr. Matthias Jung
Landessozialpfarrer & Leiter des Fachbereichs Kirche, Wirtschaft, Arbeitswelt
jung@kirchliche-dienste.de
V.i.S.d.P.: Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Archivstraße 3, 30169 Hannover
Fon: 0511 1241-449
 

KONTAKT

KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt)

Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Archivstraße 3
30169
Hannover
Tel.: 
(0511) 1241-449
Mi. 01.02.17
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als…
Monatsspruch
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Lk 10,5

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Lk 10,5

KONTAKT
So. 01.01.17
Lukas 10,5
Monatsspruch
Lukas 10,5

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus

KONTAKT
Sa. 31.12.16
Neues Jahr - neues Herz
Thomas Steinke
Neues Jahr - neues Herz

Wie ist es um Ihr Herz bestellt? Gemeint ist nicht in medizinischer Hinsicht. Gemeint ist: Wie ist es Ihnen ums Herz – am Ende dieses Jahres?

Leicht – weil gerade ein freudiges Ereignis in Ihrer Familie anstand, die Geburt eines Kindes oder Enkelkindes, die Hochzeit oder ein Ehejubiliäum, ein runder Geburtstag oder eine überwundene Krankheit?

Oder eher schwer – weil die Lasten des Alltags Sie niederdrücken, der Stress bei der Arbeit oder Zuhause, die schlimme Diagnose, der Abschied von einem Familienmitglied oder einem guten Freund/einer guten Freundin?

Oder wissen wir gerade gar nicht so genau, wie uns ums Herz ist? Flattert es unruhig hin und her: Einerseits dankbar für viel Gutes in unserem Leben, andererseits verunsichert und traurig wegen mancher Entwicklungen in unserem Land und unserer Welt, die wir nicht richtig einordnen können?
Die Bibel spricht in besonderer Weise vom Herzen:

Das Herz – es steht für die Mitte unserer Person, die das Ganze bestimmt: Unser Denken, unser Wollen, unser Planen und unser Fühlen. Letztlich geht es um die Frage: Wer hat Einfluss auf unser Herz, wo ist es beheimatet? Die Jahreslosung für das kommende Jahr ist ein großartiges Versprechen! "Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch." (Ezechiel 36,26) Gott schenkt uns ein neues Herz, das bei ihm verankert ist in unruhiger Zeit, das sich prägen lässt von seinem Wort. Ein neues Herz, das nicht hart und kalt wie Stein ist, weil wir dicht gemacht haben und verbittert sind wegen der schlimmen Nachrichten tagaus tagein und der schweren Erfahrungen, die hinter uns liegen. Nein, ein neues Herz aus Fleisch und Blut, das wieder spürbar schlägt für andere Menschen und für die Sache Jesu. Es ist sein Geist, der Geist des Auferstandenen, der unser Herz wiederbelebt und brennen lässt für Gott und unsere Mitmenschen. Sind wir offen dafür? Lassen wir uns so beschenken?
Ich wünsche es Ihnen und mir. Denn ein Mensch mit einem solchen neuen Herzen ist ein wirklich freier Mensch: Der wird unabhängiger von den Meinungen der anderen;
der bekommt ein starkes Rückgrat und steht zu seinen Ansichten, die nun von Jesus geprägt werden;
der lässt sich nicht so schnell einschüchtern und auf Linie bringen.
Der lässt sich nicht einfangen von Hassparolen, von Stammtischmeinungen...
Der wird sich in einem Klima der allgemeinen Verunsicherung und Verdächtigungen dennoch für Menschenwürde, für gleiche Rechte für alle einsetzen.
Der wird gegen Populismus und Radikalität eintreten –
für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft!

Ein gesegnetes neues Jahr Ihnen allen – mit einem neuen Herzen!

KONTAKT

Thomas Steinke

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Thomas
Steinke
Pastor
Rotenburger Str. 11
27389
Fintel
Tel.: 
04265/9540641
Di. 06.12.16
Psalm 130,6
Monatsspruch
Psalm 130,6

Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter am Morgen.

KONTAKT
Di. 01.11.16
Umso fester haben wir das prophetische Wort…
Monatsspruch
Umso fester haben wir das prophetische Wort....

Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut

gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da

scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der

Morgenstern aufgehe in euren Herzen. 2.Petr 1,19

 

KONTAKT
So. 09.10.16
Wochenspruch Sonntag, 09. Oktober 2016 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 09. Oktober 2016 bis Samstag, 15. Oktober 2016

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6, 8)

Feiertag

20. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Mit den Heiligen ist das so eine Sache, jedenfalls evangelisch gesehen. Doch wahrhaft protestantisch sprechen die Bibeltexte des 20. Sonntags nach Trinitatis vom „Heiligtum aller Gläubigen“. Wenn ein Mensch versucht, für Gottes Spielregeln zum Leben, seine Gebote, für die Würde und den Schutz allen Lebens tatkräftig zu leben, so die Texte, werde er geheiligt. Heilig sein bedeute nach dem Wochenspruch: aufmerksam mitgehen mit Gott. Und die Lesung aus der Hebräischen Bibel teilt Gottes Versprechen mit, er werde nahe sein, damit das Leben nicht vergehe.

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mo. 03.10.16
Bierzeltkrieg
Peter Handrich
Bierzeltkrieg

Am Mittwoch hat sich das „Forum Diakonie“ in der Flüchtlingsunterkuft im Glummweg in Rotenburg getroffen. Das „Forum Diakonie“ ist ein loser Zusammenschluss diakonischer Einrichtungen im Kirchenkreis Rotenburg.

Manfred Kröger, Bereichsleiter der Flüchtlingshilfen Rotenburg, hat uns von viel Improvisation, viel Engagement, vielen Fortschritten und auch von ein bisschen Sand im Getriebe erzählt. Die beste Nachricht fand ich, dass Flüchtlinge aus Syrien zur Zeit sehr schnell ein Bleiberecht erhalten. Die schlechteste Nachricht fand ich, dass sie zur Zeit nur einen so genannten „subsidiären“ Status erhalten. Das bedeutet: Sie sind eigentlich keine echten Flüchtlinge. Ihre Anerkennung bekommen sie erst einmal für ein Jahr. Sie dürfen keine Familienangehörigen aus Syrien nachkommen lassen.

Angesichts der augenblicklichen Verhältnisse in Aleppo, aber auch in vielen anderen Regionen Syriens, ist das eine ausgesprochen zynische „Anerkennung“. Wie soll sich ein Mensch fühlen, dessen Frau, Mann, Kinder, Eltern in der andauernden Gefahr leben müssen, dass sie bombardiert und beschossen werden, es aber keine Ärzte mehr gibt, kein Operationsbesteck, keine Schmerzmittel? Etwas Schlimmeres kann ich mir kaum vorstellen.

Und dazu das Gerede von den Obergrenzen und dass es christlich sei, wenn wir nur so viele reinlassen, wie sich mit uns vertragen, und dann am besten nur noch Christen, am besten welche mit europäischer Kultur – vielleicht aus Großbritannien? Aus Island? Aus der Schweiz?

Der Krieg tobt in Syrien und im Sudan, im Irak und an vielen anderen hundert Schauplätzen, die es nicht einmal in die Tagesschau schaffen –- und wir fürchten um unsere Bierzeltkultur?

 

KONTAKT

Peter Handrich

Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Peter
Handrich
Pastor in den Rotenburger Werken
Lindenstraße 14
27356
Rotenburg
Tel.: 
(04261) 920889
Sa. 01.10.16
Wo aber der Geist des Herrn ist,
Monatsspruch
Wo aber der Geist des Herrn ist,

Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 2.Kor 3,17

 

KONTAKT
So. 11.09.16
Monatsspruch September
Monatsspruch
Monatsspruch September

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.

Jeremia 31,3

KONTAKT
Do. 01.09.16
Gott spricht: Ich habe dich je und je…
Monatsspruch
Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Jer 31,3

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ichdich zu mir gezogen aus lauter Güte. Jer 31,3

KONTAKT
Mo. 01.08.16
Markus 9, 50
Monatsspruch
Markus 9, 50

Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!

KONTAKT
Fr. 01.07.16
Monatsspruch Juli 2016
Monatsspruch
Monatsspruch Juli 2016

Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wenn ich will, und ich schenke Erbarmen, wenn ich will.

Ex 33, 19

KONTAKT
Mi. 01.06.16
Meine Stärke und mein Lied ist der Herr
Monatsspruch
Meine Stärke und mein Lied ist der Herr

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden. Ex 15,2

KONTAKT
So. 01.05.16
Denn Gott sprach und die Schwiegereltern…
Benjamin Jäckel
Denn Gott sprach und die Schwiegereltern pflanzten

Meine Terrasse ist seit einer Woche bunt. Pink und bläulich auf der einen Seite, eher gelblich-orange auf der anderen. Nett sieht das aus. Meine Schwiegereltern haben ganze Arbeit geleistet. Das war eine gute Idee, die Blumenkübel zu bepflanzen. Und wie schön und wohltuend sich die bunten Blüten von diesem elendig tristen Oktober-Himmel in diesen letzten April-Tagen abheben! Erstaunlich! Die Laune hebt sich doch glatt ein bisschen. Immerhin ist die Terrasse bunt. In meinem unmittelbaren Sichtfeld ist Frühling. Ich spüre, wie ich seltsam geräuschvoll die Luft einatme. Ein Seufzer löst sich tief in meiner Kehle. Ich denke an meine Großmutter. Und an den Garten, der zu ihrem Haus gehörte. Wie sie dasteht zwischen ihren Blumenbeeten, die Hände in die Hüften gestemmt und ein Lächeln auf den Lippen. Stolz war sie immer auf ihre Blumenpracht hinterm Haus. Der Garten war immer bunt. Und ich sehe mich noch als kleinen Jungen zwischen Stiefmütterchen und Tulpen auf dem Rasen toben. Und ich höre sie noch sagen: „Schön ist das, im Garten ist immer Leben. Und dass sich das so von selbst regt! Immer wieder neu im Frühling – auch dann, wenn meine eigenen Kräfte nachlassen.“ Daran muss ich denken. Und nochmal seufzen. Weil es einfach eine schöne Erinnerung ist. Und draußen ist es immer noch grau, obwohl der Mai schon in den Startlöchern steckt. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden und es geschah so. Denn Gott sprach und meine Schwiegereltern pflanzten und meine Terrasse ist schön bunt. Und Gott sah, dass es gut war (1.Mose 1,11f). Und ich merke, wie ich dastehe zwischen meinen Kübeln, die Hände in die Hüften gestemmt und ein Lächeln auf den Lippen. In meinem unmittelbaren Sichtfeld ist Frühling. Der Rest kommt schon noch!

KONTAKT

Benjamin Jäckel

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Kirchenkreis-Gremien
Schulpastor/-innen
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Kirchenvorstand
Pastor/-innen
Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Benjamin
Jäckel
Pastor der Stadtkirchengemeinde
Ackerring 25
27386
Bothel
Tel.: 
(04266) 9848607
Mobil: 
0151-41445627
So. 10.04.16
Kaufen, haben, kaufen
Susanne Briese
Kaufen, haben, kaufen

„Oh, ich kauf mir was, kaufen macht so viel Spaß, ich könnte ständig kaufen gehen, kaufen ist wunderschön…“ Herbert Grönemeyer – ein Song aus seiner CD „Gemischte Gefühle“. „Gemischte Gefühle“ - das passt gut zum Thema „Kaufen“, finde ich. Kaufrausch gibt es heute wie damals. Kaufen, haben, wegwerfen, neu kaufen - längst schon ist ein „must-have“ etwas, das man einfach haben muss, auch wenn man es gar nicht wirklich braucht.

Kaufen, haben, kaufen - es will kein Ende nehmen. Man kann 24 Stunden am Tag im Internet alles bestellen, was man haben will. „Bin ich erst im Kaufrausch, frag ich gleich nach Umtausch, weil ich an sich nichts brauch, kaufen tut gut…“ - Herbert Grönemeyer hält den Spiegel vor. Kaufen kann zum Selbstzweck werden. Kaufrausch und Kaufsucht liegen nahe beieinander. Wenn Selbstbestätigung durch Konsum gesucht wird, die nur durch ständig neuen Konsum aufrechterhalten werden kann, wird das ein Teufelskreis, der die Seele belastet. Wie gut wäre es, wenn man zufrieden sein könnte, ohne das Haben-müssen!

Das klingt doch sehr entspannt, geradezu befreiend. Haben um jeden Preis macht niemanden auf Dauer glücklich. Und das Wichtigste im Leben kann man sowieso nur geschenkt bekommen. Paulus, der große Mann der Bibel, scheibt, man solle „kaufen, als behielte man es nicht, und diese Welt gebrauchen, als brauchte man sie nicht…“ Dieser Blick macht frei. So kann man die Welt anders anschauen. Es kommt eher darauf an, wie das Leben gestaltet wird - mit dem, was man hat und mit den Menschen, die zu einem gehören. Nämlich so, dass die Zukunft stets im Blick ist - also Leben angesichts des Kommens des Herrn. Mit anderen Worten: Beziehungen, Erfahrungen und Güter sollen im Lichte der Ewigkeit angesehen werden. Das ist etwas Anderes als Kaufrausch und Wegwerfmentalität.

Im guten Sinne sind das die wahren „gemischten Gefühle“: Wir können unser Lebensglück genießen, sollen es auch in Dankbarkeit tun, und die Ewigkeit in Gottes Reich bietet uns dazu eine tragfähige und gute Haltung.

KONTAKT

Susanne Briese

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Susanne
Briese
Superintendentin
Goethestraße 20
27356
Rotenburg (Wümme)
Tel.: 
(04261) 63039-10
Fax: 
(04261) 63039-19
Fr. 01.04.16
Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht,…
Monatsspruch
Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums,

dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. 1.Petr 2,9

KONTAKT
Mo. 21.03.16
Peng, du bist tot
Peter Handrich
Peng, du bist tot

Es ist Fastenzeit. Es ist Passionszeit. Es ist die Zeit vor Ostern, in der wir in der Kirche daran denken, dass vor Ostern Jesus erst einmal am Kreuz gestorben ist.

Er wurde verhaftet, verhört, gefoltert und starb am Ende am Kreuz.

Merkwürdig ist, dass daraus eine Religion werden konnte, das Christentum. Das sich heute noch unter dem Zeichen des Kreuzes versammelt, nicht unter dem Zeichen der Auferstehung.

Früher haben Menschen die Christen verspottet. Dieser Jesus, das soll euer Gott gewesen sein? Wie kann es sein, dass euer Gott am Kreuz umgebracht werden konnte? Warum hat euer Gott das nicht verhindert?

Inzwischen wissen wir, warum das so ist. Menschen wie Jesus werden heute noch umgebracht. In Syrien. Im Irak. Im Sudan. In Mali. Manchmal sogar in Paris.

Und das nicht, weil jemand eine Mordswut hat. Nicht, weil jemand dringend Geld braucht. Nicht, weil jemand nicht mehr ein noch aus weiß. Sondern: Weil Menschen den Krieg, den Tod und die Gewalt als eine Möglichkeit sehen sich einen Vorteil zu verschaffen. Weil Waffen verkauft und ausprobiert werden müssen, wenn man damit Geld verdienen will. Weil viele Länder und auch unser Land diese Waffen herstellen und verkaufen. Weil Europa sich nicht dafür verantwortlich fühlt, dass Menschen ihr Heil vor den Waffen in der Flucht suchen.

Während Sie diese Zeilen lesen, stirbt Jesus in Syrien, im Irak, im Sudan, in Mali, vielleicht sogar in Paris. Während Sie diese Zeilen lesen, stirbt Jesus überall in der Welt. Als Mann, als Frau, als Kind und als Gott.

Und was können wir dagegen tun?

Nur das Übliche: Gott lieben und unsere Nächsten wie uns selbst. Mehr geht nicht. Und die Fremden sind mit den Nächsten mitgemeint.

KONTAKT

Peter Handrich

Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Peter
Handrich
Pastor in den Rotenburger Werken
Lindenstraße 14
27356
Rotenburg
Tel.: 
(04261) 920889
Sa. 19.03.16
Johannes 3, 14b-15
Wochenspruch
Johannes 3, 14b-15

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.

Seiten