Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

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Datum
Titel
Name
Do. 01.09.16
Gott spricht: Ich habe dich je und je…
Monatsspruch
Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Jer 31,3

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ichdich zu mir gezogen aus lauter Güte. Jer 31,3

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Mo. 01.08.16
Markus 9, 50
Monatsspruch
Markus 9, 50

Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!

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Fr. 01.07.16
Monatsspruch Juli 2016
Monatsspruch
Monatsspruch Juli 2016

Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wenn ich will, und ich schenke Erbarmen, wenn ich will.

Ex 33, 19

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Mi. 01.06.16
Meine Stärke und mein Lied ist der Herr
Monatsspruch
Meine Stärke und mein Lied ist der Herr

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden. Ex 15,2

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So. 01.05.16
Denn Gott sprach und die Schwiegereltern…
Denn Gott sprach und die Schwiegereltern pflanzten

Meine Terrasse ist seit einer Woche bunt. Pink und bläulich auf der einen Seite, eher gelblich-orange auf der anderen. Nett sieht das aus. Meine Schwiegereltern haben ganze Arbeit geleistet. Das war eine gute Idee, die Blumenkübel zu bepflanzen. Und wie schön und wohltuend sich die bunten Blüten von diesem elendig tristen Oktober-Himmel in diesen letzten April-Tagen abheben! Erstaunlich! Die Laune hebt sich doch glatt ein bisschen. Immerhin ist die Terrasse bunt. In meinem unmittelbaren Sichtfeld ist Frühling. Ich spüre, wie ich seltsam geräuschvoll die Luft einatme. Ein Seufzer löst sich tief in meiner Kehle. Ich denke an meine Großmutter. Und an den Garten, der zu ihrem Haus gehörte. Wie sie dasteht zwischen ihren Blumenbeeten, die Hände in die Hüften gestemmt und ein Lächeln auf den Lippen. Stolz war sie immer auf ihre Blumenpracht hinterm Haus. Der Garten war immer bunt. Und ich sehe mich noch als kleinen Jungen zwischen Stiefmütterchen und Tulpen auf dem Rasen toben. Und ich höre sie noch sagen: „Schön ist das, im Garten ist immer Leben. Und dass sich das so von selbst regt! Immer wieder neu im Frühling – auch dann, wenn meine eigenen Kräfte nachlassen.“ Daran muss ich denken. Und nochmal seufzen. Weil es einfach eine schöne Erinnerung ist. Und draußen ist es immer noch grau, obwohl der Mai schon in den Startlöchern steckt. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden und es geschah so. Denn Gott sprach und meine Schwiegereltern pflanzten und meine Terrasse ist schön bunt. Und Gott sah, dass es gut war (1.Mose 1,11f). Und ich merke, wie ich dastehe zwischen meinen Kübeln, die Hände in die Hüften gestemmt und ein Lächeln auf den Lippen. In meinem unmittelbaren Sichtfeld ist Frühling. Der Rest kommt schon noch!

So. 10.04.16
Kaufen, haben, kaufen
Susanne Briese
Kaufen, haben, kaufen

„Oh, ich kauf mir was, kaufen macht so viel Spaß, ich könnte ständig kaufen gehen, kaufen ist wunderschön…“ Herbert Grönemeyer – ein Song aus seiner CD „Gemischte Gefühle“. „Gemischte Gefühle“ - das passt gut zum Thema „Kaufen“, finde ich. Kaufrausch gibt es heute wie damals. Kaufen, haben, wegwerfen, neu kaufen - längst schon ist ein „must-have“ etwas, das man einfach haben muss, auch wenn man es gar nicht wirklich braucht.

Kaufen, haben, kaufen - es will kein Ende nehmen. Man kann 24 Stunden am Tag im Internet alles bestellen, was man haben will. „Bin ich erst im Kaufrausch, frag ich gleich nach Umtausch, weil ich an sich nichts brauch, kaufen tut gut…“ - Herbert Grönemeyer hält den Spiegel vor. Kaufen kann zum Selbstzweck werden. Kaufrausch und Kaufsucht liegen nahe beieinander. Wenn Selbstbestätigung durch Konsum gesucht wird, die nur durch ständig neuen Konsum aufrechterhalten werden kann, wird das ein Teufelskreis, der die Seele belastet. Wie gut wäre es, wenn man zufrieden sein könnte, ohne das Haben-müssen!

Das klingt doch sehr entspannt, geradezu befreiend. Haben um jeden Preis macht niemanden auf Dauer glücklich. Und das Wichtigste im Leben kann man sowieso nur geschenkt bekommen. Paulus, der große Mann der Bibel, scheibt, man solle „kaufen, als behielte man es nicht, und diese Welt gebrauchen, als brauchte man sie nicht…“ Dieser Blick macht frei. So kann man die Welt anders anschauen. Es kommt eher darauf an, wie das Leben gestaltet wird - mit dem, was man hat und mit den Menschen, die zu einem gehören. Nämlich so, dass die Zukunft stets im Blick ist - also Leben angesichts des Kommens des Herrn. Mit anderen Worten: Beziehungen, Erfahrungen und Güter sollen im Lichte der Ewigkeit angesehen werden. Das ist etwas Anderes als Kaufrausch und Wegwerfmentalität.

Im guten Sinne sind das die wahren „gemischten Gefühle“: Wir können unser Lebensglück genießen, sollen es auch in Dankbarkeit tun, und die Ewigkeit in Gottes Reich bietet uns dazu eine tragfähige und gute Haltung.

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Susanne Briese

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Susanne
Briese
Superintendentin
Goethestraße 20
27356
Rotenburg (Wümme)
Tel.: 
(04261) 63039-10
Fax: 
(04261) 63039-19
Fr. 01.04.16
Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht,…
Monatsspruch
Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums,

dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. 1.Petr 2,9

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Mo. 21.03.16
Peng, du bist tot
Peter Handrich
Peng, du bist tot

Es ist Fastenzeit. Es ist Passionszeit. Es ist die Zeit vor Ostern, in der wir in der Kirche daran denken, dass vor Ostern Jesus erst einmal am Kreuz gestorben ist.

Er wurde verhaftet, verhört, gefoltert und starb am Ende am Kreuz.

Merkwürdig ist, dass daraus eine Religion werden konnte, das Christentum. Das sich heute noch unter dem Zeichen des Kreuzes versammelt, nicht unter dem Zeichen der Auferstehung.

Früher haben Menschen die Christen verspottet. Dieser Jesus, das soll euer Gott gewesen sein? Wie kann es sein, dass euer Gott am Kreuz umgebracht werden konnte? Warum hat euer Gott das nicht verhindert?

Inzwischen wissen wir, warum das so ist. Menschen wie Jesus werden heute noch umgebracht. In Syrien. Im Irak. Im Sudan. In Mali. Manchmal sogar in Paris.

Und das nicht, weil jemand eine Mordswut hat. Nicht, weil jemand dringend Geld braucht. Nicht, weil jemand nicht mehr ein noch aus weiß. Sondern: Weil Menschen den Krieg, den Tod und die Gewalt als eine Möglichkeit sehen sich einen Vorteil zu verschaffen. Weil Waffen verkauft und ausprobiert werden müssen, wenn man damit Geld verdienen will. Weil viele Länder und auch unser Land diese Waffen herstellen und verkaufen. Weil Europa sich nicht dafür verantwortlich fühlt, dass Menschen ihr Heil vor den Waffen in der Flucht suchen.

Während Sie diese Zeilen lesen, stirbt Jesus in Syrien, im Irak, im Sudan, in Mali, vielleicht sogar in Paris. Während Sie diese Zeilen lesen, stirbt Jesus überall in der Welt. Als Mann, als Frau, als Kind und als Gott.

Und was können wir dagegen tun?

Nur das Übliche: Gott lieben und unsere Nächsten wie uns selbst. Mehr geht nicht. Und die Fremden sind mit den Nächsten mitgemeint.

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Peter Handrich

Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Peter
Handrich
Pastor in den Rotenburger Werken
Lindenstraße 14
27356
Rotenburg
Tel.: 
(04261) 920889
Sa. 19.03.16
Johannes 3, 14b-15
Wochenspruch
Johannes 3, 14b-15

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Di. 01.03.16
Jesus Christus spricht: Wie mich der Vater…
Monatsspruch
Jesus Christus spricht: Wie mich der Vater geliebt hat, so ........

Jesus Christus spricht: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Joh 15,9

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So. 21.02.16
Wochenspruch Sonntag, 21.02.2016 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 21.02.2016 bis Samstag, 27.02.2016

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Römer 5, 8)

Feiertag
Reminiszere (2. Sonntag in der Passionszeit)

 

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Fr. 19.02.16
Römer 5,8
Wochenspruch
Römer 5,8

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mo. 01.02.16
Die Zehn Gebote für die Arbeitswelt
KDA (Kirchlicher Die…
Die Zehn Gebote für die Arbeitswelt

Was kann uns Orientierung für ein gutes Miteinander
bei der Arbeit geben? Sind es die ausgefeilten Unternehmensleitlinien?
Sie sind oft so kompliziert und
manchmal auch schon wieder veraltet. Ein gelingendes
Miteinander lebt von grundlegenden gemeinsamen
Werten. Sie sollten so eingängig und verständlich sein,
dass ein Kind sie begreift und an 10 Fingern abzählen
kann.
Die Zehn Gebote der Bibel stellen so eine grundlegende
Hilfe für das Leben dar. Sie sind seit Jahrtausenden
bewährt und trotzdem immer wieder vergessen. Wir
können sie übersetzen in die Herausforderungen der
Arbeitswelt. Sie verdeutlichen uns unsere dreidimensionale
Verantwortung gegenüber Gott, unserer Mitwelt
und uns selbst. Eine ideale Hilfe zum gemeinsamen
Gestalten in der einen Welt:

1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen
Götter haben neben mir. Lass Gott die Hauptrolle in
Deinem Leben spielen. Nimm seinen Auftrag wahr,
die Erde zu bebauen und zu bewahren. Lobe Gott mit
Deiner Arbeit.

2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht
missbrauchen. Respektiere Gottes Autorität. Maße sie
dir nicht selbst an. Vermeide religiöse Anspielungen zu
Deinem Vorteil oder zu Zwecken der Werbung.

3. Du sollst den Feiertag heiligen. Entdecke das große
Geschenk an Dich und Deine Mitmenschen: Du darfst
am Sonntag wie Gott ruhen. Danke ihm dafür. Ermögliche
bewusst auch anderen, den Sonntag als Tag der
Ruhe und Erholung zu erleben.

4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Gott hat die Familie erfunden, um Menschen eine
gute Entwicklung zu ermöglichen. Sie sollen lernen,
was vertrauensvolle und fürsorgende Gemeinschaft
bedeutet. Trage Deinen Teil dazu bei, dass dieses Miteinander
täglich erfahrbar wird und die Gesellschaft
positiv prägt.

5. Du sollst nicht töten. Bedenke die Folgen Deines
Tuns. Frage Dich, was dem Leben dient.

6. Du sollst nicht ehebrechen. Treue und Vertrauen sind
ein fester Anker in der Zeit. Verheirate dich nicht mit
deiner Arbeit. Verhalte dich ehrlich und loyal deinen
Mitmenschen gegenüber.

7. Du sollst nicht stehlen. Betrug, Manipulation oder
Vorteilsnahme sollen nicht Dein Handeln bestimmen.
Es liegt kein Segen darauf, auf Kosten anderer weiterzukommen.
Setze Dich vielmehr ein für Gerechtigkeit
und das Recht der Schwachen.

8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen
Nächsten. Frage dich, was wahr und fair ist. Sei ein
Vorbild im kollegialen, freundschaftlichen und partnerschaftlichen
Miteinander.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du
darfst Deine echte und ewige Heimat bei Gott haben.
Mehr geht nicht. Gönne anderen ihren Besitz und gib
ihnen von der Liebe weiter, mit der Gott dir begegnet.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib,
Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist. Gier, Neid
und Geiz sind giftige Früchte, die dich und andere
krankmachen. Liebe Gott, damit dein Leben gelingt.
Entdecke die Potenziale, die er dir verliehen hat. Lebe
sie in gegenseitiger Ergänzung mit deinem Nächsten.
So wirst Du ein Segen sein!

 

WORTMELDUNG Februar 2016

 

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zu dieser
Wortmeldung an kda@kirchliche-dienste.de.

 

Autor: Peer-Detlev Schladebusch Pastor für Führungskräfte derWirtschaft, Spiritual Consulting, KDA Region Lüneburg-Wolfsburg, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Email: schladebusch@kirchliche-dienste.de

 

V.i.S.d.P.: Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Haus kirchlicher Dienste
der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Archivstraße 3, 30169 Hannover
Fon: 0511 1241-449

KONTAKT

KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt)

Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Archivstraße 3
30169
Hannover
Tel.: 
(0511) 1241-449
Mo. 01.02.16
Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem…
Monatsspruch
Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt. Mk 11,25

Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas

vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im

Himmel euch eure Verfehlungen vergibt. Mk 11,25

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So. 24.01.16
Einfach die Maske ablegen
Einfach die Maske ablegen

Ob "Alaaf" oder "Helau", traditionell oder alternativ, im Fernseher, im Festsaal oder auf der Straße: Die Karnevalszeit ist in vollem Gange. Man darf wieder Masken tragen. Es ist schon lustig, mal jemand ganz anderer zu sein. Aber wenn dann der Fasching spätestens am Aschermittwoch vorbei ist, wenn eigentlich kein Verkleiden mehr dran ist, dann verstecken sich viele auch weiterhin oft hinter einer Maske – verstellen sich, tun so, als ob.

Eine Frau hat gerade noch geweint und nun lächelt sie wieder, nur weil andere dazugekommen sind. Ein Mann gibt zu: "Ich kann einfach nicht mehr." Doch vor seiner Familie und den Kollegen tritt er ganz anders auf. Wir alle haben es gelernt, unsere Rollen zu spielen und zu funktionieren – tragen unsere Masken ganzjährig.

Der große Pantomime Marcel Marceau spielte einmal eine Szene, die mich tief berührte: Er hält sich kurz beide Hände vors Gesicht, und wenn er die Hände wegnimmt, ist er ein völlig anderer. Er setzt eine Maske nach der anderen auf und wieder ab, bis er eine Maske nicht mehr vom Gesicht bekommt. Er zerrt und zerrt, doch sie bleibt und er in ihr gefangen.

Einen Ort, um die eigene Alltagsmaske ablegen zu können, braucht jeder Mensch. Es ist gut, Freundinnen oder Freunde zu haben, vor denen wir so sein können, wie wir gerade wirklich sind. Vor allem ist es gut, dass es einen Gott gibt, der unsere Herzen kennt und vor dem wir uns nicht zu verstecken brauchen.

Übrigens, es lohnt sich der Versuch, die Maske einmal abzulegen und einfach ein Stück Herz zu zeigen. So entgehen wir der Gefahr, hinter unserer Maske zu versteinern. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen – nicht nur – an diesem Wochenende bewegende Momente voller Herz und befreienden Erfahrungen.

So. 24.01.16
Wochenspruch Sonntag, 24.01.2016 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 24.01.2016 bis Samstag, 30.01.2016

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9, 18)

Feiertag
Septuagesimae (3. Sonntag vor der Passionszeit)

Erklärung
Während aus den Verkaufsregalen schon bald Schokoladenhasen und und bunte Eier locken, verstummt in den Gottesdiensten für neun Wochen das Halleluja. Das Jubeln wird erst wieder am Ostermorgen erklingen.
Mit dem Sonntag Septuagesima, dem dritten Sonntag vor der Passionszeit, beginnt für die evangelischen Christen die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest. Zunächst mit dem Nachdenken über Gerechtigkeit. Die Frage nach einem gerechten Gott plagte damals Martin Luther. Seine Entdeckung: Gottes Gnade nicht zu verdienen, sondern darauf vertrauend zu leben. Bibeltexte und Wochenlied machen dies zum Thema.

Thema
Lohn und Gnade

Luthers Wochensprüche
Wir kommen nie aus den Traurigkeiten heraus, wenn wir uns ständig den Puls fühlen.
1. Korinther 9,24-27
24 Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. 25 Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. 26 Ich aber laufe nicht wie aufs Ungewisse; ich kämpfe mit der Faust, nicht wie einer, der in die Luft schlägt, 27 sondern ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.
 

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 17.01.16
Wochenspruch Sonntag, 17.01.2016 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 17.01.2016 bis Samstag, 30.01.2016

Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. (Jesaja 60, 2b)

Feiertag
Letzter Sonntag nach Epiphanias

Erklärung
Was bleibt von und was folgt der Geburt im Stall von Bethlehem? Das Fest Epiphanias, zu Deutsch Erscheinung, und die folgenden Sonntage gehen dieser Frage nach. Sie gehören noch zum Weihnachtsfestkreis.
Gott wird sichtbar in Jesus über die Grenzen Israels hinaus, sowohl in dem neugeborenen Kind als auch im herangewachsenen Mann. Davon handeln die Texte in den Gottesdiensten der Epiphaniaszeit: Gelehrte aus fernen Landen kommen, um den „neugeborenen König anzubeten“; während der Taufe Jesu (Evangelium am 1. Sonntag nach Epiphanias) und auf einem Berg im Beisein der engsten Freunde (Evangelium am letzten Sonntag der Epiphaniaszeit) vermacht Gott seine Kraft an Jesus: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“; während einer Hochzeitsfeier in dem Dorf Kana setzt Jesus selbst das erste Zeichen dieser Kraft.
 
Thema
Die Verklärung

Luthers Wochensprüche
Das Evangelium kann nicht ohne Humor gepredigt werden.

2. Korinther 4, 6-10
6 Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.
7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. 8 Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 9 Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. 10 Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Do. 14.01.16
Wie einen seine Mutter tröstet
Peter Thom
Wie einen seine Mutter tröstet

Wie einen seine Mutter tröstet

Ein neues Jahr hat angefangen und ch bekenne, dass mich die große Anzahl der Sinnlosigkeiten fassungslos macht. Und ich sehe sehr viel Sinnloses um mich herum.  Ich höre nicht auf, nach Sinn zu suchen. Ich weiß nur eins, dass ich in alledem auf Trost angewiesen bin. Ich bin ein schwacher Mensch; dazu bekenne ich mich. Darum glaube ich an Gott und höre ich auf Gottes Wort.Und ich höre jetzt, jetzt in dieser Zeit, jetzt am Anfang des Jahres Gottes Wort, wie es der Prophet Jesaja aufgeschrieben hat: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Und ich bekenne: Ja, das brauche ich. Ich brauche Trost! Ich habe es nötig, dass Gott mich tröstet.

Wie einen seine Mutter tröstet? Aber wir wissen doch, wie uns unsere Mutter getröstet hat: Da waren wir gefallen, erinnert ihr euch? Oder wir hatten uns gestoßen, wisst ihr noch? Und da nahm uns die Mutter in den Arm. Sie wusste, wie man tröstet. Was hat sie gemacht? Sie hat gepustet! Wisst ihr noch? Sie hat das Aua weggepustet. Denn Mutter wusste, wie sie ihr Kind tröstet. Natürlich kann das Aua nicht fliegen, der Schmerz hat keine Flügel. Aber der Schrecken war weg.

Oder erinnert ihr euch noch an das aufgeschlagene Knie? Es hat geblutet. Und was hat Mutter gemacht? Sie hat ein buntes Pflaster draufgeklebt. Und hat das geholfen? Ja! Mutter wusste, wie sie ihr Kind tröstet. Und wenn das kleine Kind sich nicht beruhigen wollte und ganz heftig geheult hat? Dann hat die Mutter es in den Arm genommen und hat es gedrückt. Ganz doll gedrückt – solange, bis es sich wieder beruhigt hatte und weiterspielen konnte. So ist das, wenn einen seine Mutter tröstet. Sie kennt ihr Kind. Sie weiß, was es braucht.

Und es war eine wunderbare Erfahrung, immer wieder auf Mutters Schoß zurückkehren zu können und sich trösten zu lassen. Und daraus erwächst die Kraft, das Leben in dieser Welt zu bestehen.  Und das ist eine ganz wichtige Erfahrung. Eine Erfahrung, die alle Menschen machen können.

Ich bin kein Kind mehr. Schon lange passe ich nicht mehr auf Mutters Schoß. Ich bekenne, dass ich Gottes Trost brauche. So wie einen seine Mutter tröstet, so brauche ich Trost von Gott. Darum kann ich all die Sinnlosigkeiten in der Welt aushalten. Und ich kann mich immer wieder auf den Weg machen, hin zu den Menschen, die ich trösten kann.

Unterwegs erfahre ich immer wieder, was ich damals auf Mutters Schoß gelernt habe: Da ist eine Hand die mich hält. Ich bin nicht den zufälligen Mächten und Gewalten ausgesetzt, ich bin gehalten. Ich bin aber auch nicht hilflos den Menschen ausgeliefert,  Mächten und Gewalten, die keinen Gott wollen und denen nichts heilig ist. Ich aber weiß: Ich bin von guten Mächten  wunderbar geborgen.  Das tröstet mich.

 

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Peter Thom

Peter
Thom
Pastor i. R.
Lüdinger Str. 5
27374
Visselhövede
Tel.: 
04260 951159
Fr. 01.01.16
Ein Quantum Trost
KDA (Kirchlicher Die…
Ein Quantum Trost

Ein Quantum Trost
So der Titel eines James Bond Films aus dem Jahr 2008.
Darin aber: Keine Spur von Trost. Vielmehr brutale
Morde mit dem Ziel, die Terrororganisation „Quantum“
zu vernichten. Ein Action-Abenteuer-Inferno.
Und damit furchterregend nahe dran an realen Ereignissen
unserer Welt. Der Terror in Paris und geplante
Anschläge in unserem eigenen Land, die Gewalttaten
in Syrien, Afghanistan, Nigeria und vielen anderen
Ländern der Welt erschrecken, empören: „Sind die
denn noch ganz bei Trost?“
Das fragt man sich auch angesichts anderer Ereignisse:
Der globale Wettbewerbsdruck führt in einigen
Unternehmen zu Betrug und Täuschung. Ehrlichkeit
und Anstand bleiben auf der Strecke. Vertrauen wird
verspielt. Am Arbeitsplatz oder im privaten Bereich
macht manches Verhalten, manche Reaktion fassungslos:
Noch ganz bei Trost?

 
Zusage von Trost
Mitten hinein in das Trostlose dieser Welt und unseres
Lebens werden uns biblische Worte als Losung für
das neue Jahr zugespielt: Gott spricht: Ich will euch
trösten, wie einen seine Mutter tröstet (Jesaja 66,13).
Wie tröstet eine liebende Mutter (ein liebender Vater)?
Angst, Schmerzen, Verzweiflung wischt sie nicht
einfach schnell weg: „Alles halb so schlimm“; das wäre
billiger Trost; oder, schlimmer: „Stell dich nicht so an!“.
Eine Mutter nimmt Leiden und Not ernst, steht zur Seite,
manchmal auch ganz ohne Worte, sie hält mit aus,
sie nimmt in den Arm, wischt Tränen ab. So auch und
noch viel mehr Gott. Er ist der „Gott allen Trostes“. Er
hat uns seinen Tröster, seinen Heiligen Geist, zugesagt.
Er schenkt uns Hoffnung, Mut und Kraft, Schweres
auszuhalten und, wenn möglich, zu verändern.
Bei Fehlern und Schuld brauchen wir dabei kein Aburteilen,
keine „Verdammnis“, sondern ehrliche Worte
und konstruktive Kritik. Auch das kann langfristig
tröstend sein. Ebenso Änderungen von Rahmenbedingungen.
Alles, was Vertrauen (wieder) aufbaut,
was Klarheit schafft, was ermutigt. Trost kann darum
nicht nur individuell, sondern auch strukturell gegeben
werden.

 
Des Trostes bedürftig
Wer braucht Trost? Alle, die unter einem schweren
Schicksalsschlag leiden, die trauern, die auf der Flucht
sind, die helfen, die überfordert sind, die am Rande
stehen. Aber letztlich ist jede/r von uns ein des Trostes
bedürftiger Mensch. Wir alle sind darauf angewiesen,
dass uns Trost geschenkt wird. Denn Trost, der nachhaltig
ist, schafft keiner aus sich selbst heraus, auch nicht
mit Hilfe von sog. „Trösterlie“.

 
Ein Jahr des Trostes
Trost kann Leiden und Not nicht aufheben. Aber durch
Trost verlieren Angst und Schrecken ihre oft lähmende
Macht. Trost lässt aufatmen. Er kann den Blick frei
machen für Veränderungen und neue Wege.
Gott will, dass wir nicht in ein trostloses, sondern in ein
getröstetes neues Jahr gehen. Er will, dass wir „ganz
bei Trost“ sind: in diesem Leben und dann vollkommen
ungetrübt im anderen Leben.

 

 
Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zu dieser Wortmeldung an kda@kirchliche-dienste.de

 

WORTMELDUNG Januar 2016 "Ganz bei Trost?!"
V.i.S.d.P.: Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Archivstraße 3, 30169 Hannover
Fon: 0511 1241-449
Autor: Michael Klatt (Landessozialpfarrer, Leiter des Fachbereichs Kirche.Wirtschaft.Arbeitswelt)
 

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KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt)

Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Archivstraße 3
30169
Hannover
Tel.: 
(0511) 1241-449
So. 03.01.16
Zeitenwechsel?
Zeitenwechsel?

Das Neue Jahr hat begonnen. Was wird es diesmal bringen? „Siehe, ich will ein Neues schaffen!“ Das hat Gott vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren seinem Propheten Jesaja (Jes 43,19) angekündigt. Der hat es weiter gesagt an Leute, die ihr Leben aus verschiedenen Gründen nicht mehr ertragen konnten. „Siehe, ich will ein Neues schaffen!“ Auch das noch, in dieser Zeit, wo soviel passiert und nichts mehr so bleibt, wie es war. Bitte nicht noch mehr Neues! Ich habe genug von all den Veränderungen und Neuerungen der letzten Monate. Neuerungen bringen fast immer Unruhe mit sich und kaum etwas Gutes. Vermutlich kennen auch Sie Lebensverhältnisse und Beziehungen, die nicht so bleiben können, wie Sie es gewohnt sind. So ging es den Menschen, mit denen der Prophet damals, vor fast 3.000 Jahren, sprach. Manche hatten schon aufgehört zu hoffen, dass sich irgendetwas ändern könnte. Diesen Menschen hat damals Jesaja im Auftrag Gottes gesagt: Ihr müsst nicht in einem fremdem Land als Geflohene, Verschleppte und Vertriebene die niedrigsten Arbeiten erledigen. Das ist nicht gottgewollt, dass es euch so geht. Gott selbst wird euch einen neuen Anfang möglich machen. Er wird euch aus der Sackgasse Eures Lebens führen. Mir fallen heute junge Leute ein, die trotz ausreichender Angebote aus verschiedenen Gründen keinen Ausbildungsplatz finden. Ich denke an lieblos gewordene Partnerschaften und an Menschen, deren Krankheit ihr Leben plötzlich umkrempelt. Manche Menschen fühlen sich wie gefangen in ihrem Leben oder in ihrem Land. Und für die gilt Gottes Ankündigung: „Siehe, ich will ein Neues schaffen!“ Ich glaube, das gilt bis heute für die, die nicht mehr weiterkönnen und nicht mehr weiterwissen. Für die, die spüren, wenn sich nicht bald etwas ändert, dann bleibt nichts Sinnvolles mehr übrig von meinem Leben. Es gibt Menschen, die fühlen sich wie eingesperrt in ihrem Leben. Weil sie im falschen Land sind. Oder weil sie dort keinen Platz finden können. Oder weil es ihnen nicht gelingt, auch mal Nein zu sagen. Oder weil sie sich auffressen lassen von den Ansprüchen anderer. Aber nicht allein für diese Menschen gilt der Spruch: „Siehe, ich will ein Neues schaffen!“. Manchmal sieht man wirklich nicht, dass das Neue schon angefangen hat. Wir schaffen das schon, gerade wenn im neuen Jahr wieder unvorhergesehene Dinge geschehen werden.

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